Sonntag, 21. August 2005

Auch Suchraum-Ausweitung bringt keine verträgliche A39-Trasse

Die Bemühungen Lüneburger Politiker um eine Nordost-Ausweitung des A39-Suchraums ist nach Einschätzung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39 das deutliche Eingeständnis dafür, dass die Planer bisher keine menschen- und umweltverträgliche Autobahntrasse durch die Region gefunden haben. „Wenn die möglichen Trassenverläufe konkreter werden, können auch ehemalige Befürworter die zerstörerischen Auswirkungen der A 39 nicht mehr leugnen“, so Dachverbands-sprecher Friedhelm Feldhaus, „und dies wird natürlich genau so bei den neu geforderten  Trassenverläufen deutlich werden.“ Das Wegschieben der A 39 von der eigenen Haustür weg zu den Nachbarorten sei unwürdig und perspektivlos. Feldhaus verwies auf die Warnungen der Planer vor den gravierenden Auswirkungen für Anwohner, Landwirte und Umwelt auch im Raum nordöstlich von Lüneburg. Dies verbreitere lediglich den Widerstand, wie die neu gegründete Bürgerinitiative in Scharnebeck zeige. Im Falle einer Suchraumausweitung müsse zudem der gesamte Planungsprozess der letzten 2 Jahre wiederholt werden. Die A39-Gegner fordern statt immer neuer Ausweitungen des Suchraums eine gleichberechtigte Untersuchung und Planung des Ausbaus der Bundesstraße 4, deren Verweigerung durch die Planer stelle einen erheblichen juristischen Angriffspunkt gegen die gesamte A39-Planung dar.

Eckehard Niemann
Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39

Mittwoch, 20. Juli 2005

Bundesstraßen-Entlastung nicht A39-Plänen opfern!

Der Dachverband der 30 Bürgerinitiativen gegen die A 39 unterstützt die Forderung zahlreicher Orte nach einer schnellen Verkehrsentlastung durch Ortsumfahrungen und Mautregelungen. „Es darf nicht sein, dass diese Projekte vordergründigen autobahntaktischen Gründen geopfert werden“, so Dachverbands-Sprecher Friedhelm Feldhaus, „denn die Realisierung der A 39 wird vermutlich allein am Finanzmangel scheitern. Selbst viele Verantwortliche rechnen nicht mit einem Baubeginn innerhalb der nächsten 15 Jahre.“ Zudem sei verkehrswissenschaftlich nachweisbar, dass die Belastung der B 71 oder B 4 oder solcher Orte wie Kirchweyhe oder Melbeck durch die A 39 kaum vermindert würde. Feldhaus verwies auf Informationen der Bürgerinitiativen, wonach die lange geforderte Neu-Markierung der B 4 zwischen Bienenbüttel und Kirchweyhe nunmehr endlich geplant sei. Die versetzte „2 plus 1“-Markierung würde dann – wie schon auf der Ortsumfahrung Uelzen - das problemlosere Überholen von LKWs ermöglichen und damit einen Großteil der Probleme auf der B 4 beseitigen. Allerdings sei die avisierte Realisierung im Jahre 2007/2008 viel zu spät: „Die Neu-Markierung der B 4 muss jetzt zügig angegangen werden!“          

Verantwortlich und Ansprechpartner als
Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Eckehard Niemann

Samstag, 2. Juli 2005

Mitgliederversammlung Umweltverein Gellersen

Am 2.7. tagte die Mitgliederversammlung des Umweltvereins Gellersen im Gasthaus Perkeo in Südergellersen. Von besonderem Interesse waren die Berichte aus den Arbeitsgruppen des gemeinnützigen Vereins, der sich vehement gegen den Bau der A39 engagiert.

Gratuliert wurden Hans-Christian Friedrichs, Florian Wendlandt und Jürgen Kopp für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Überarbeitung der Internetseite www.KEINE-A39.de. Ab heute können sich Bürger ausführlich auf den neu gestalteten Seiten über den Stand der A39-Planung und den Widerstand gegen das Bauvorhaben informieren. Aktuell läuft eine Befragung von Politikern auf kommunaler und bundesweiter Ebene zu ihrer Haltung zur umstrittenen Autobahn. Der Verein plant die Stellungsnahmen im Internet zu veröffentlichen, um Wählern eine Orientierung im Hinblick auf die nächsten Wahlen zu ermöglichen.

Mit großem Interesse verfolgten die Anwesenden die Ausführungen des 2. Vorsitzenden, Dr. Lars Wohlers, zum Thema "Naturpark". Der Verein unterstützt das Vorhaben, den Naturpark Lüneburger Heide bis Lüneburg auszudehnen. Abschließend folgte die Versammlung dem Vorschlag eines Mitgliedes 300 € aus der Kasse des Vereins für ein Aufbauprojekt in einem Dorf auf Sri Lanka zu Verfügung zu stellen. Das Geld wird direkt vor Ort durch Mitbürger aus Reppenstedt überreicht, um die sinnvolle Verwendung sicherzustellen.

Zum Foto: Schriftführer Michael Heise (links) aus Westergellersen überreicht Matthias Dammann aus Reppenstedt die "goldenen-Keine-A39-Sektflasche" für sein ehrenamtliches Engagement für eine autobahnfreie Gemeinde

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Markus Kristen
Aktion KEINE!A39 - Vorstand im Umweltverein Gellersen e.V. -
Markus.Kristen[at]KEINE-A39.de

Montag, 27. Juni 2005

Landwirtschaftskammer-Gutachten für A39-Null-Lösung

Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 begrüßt das Ergebnis eines Fachgutachtens der Landwirtschaftskammer zur geplanten Autobahn: Dieses Gutachten der Kammer-Bezirksstellen Uelzen und Braunschweig komme zu der Hauptaussage, dass aus Sicht der Landwirtschaft die Nullvariante, ohne einen  Bau der A 39, die höchste Vorzüglichkeit hätte.

„Wir sind froh, dass es gleichrangig neben der Industrie- und Handelskammer auch noch die Landwirtschaftskammer gibt“, so Sprecherin Annette Niemann, selbst Ehefrau eines Bauern im Kreise Uelzen.  Die Kammer-Gutachter hätten existenzbedrohende Risiken für betroffene Landwirte ermittelt: bis zu 3.000 Hektar Flächenverlust , Zerschneidungen von Betrieben, Wegen und Beregnungsnetzen sowie steigende Pacht- und Bodenpreise. Umso unverständlicher, so Niemann, sei die geringe Beachtung landwirtschaftlicher Belange durch die A39-Planer. Bei der Pressekonferenz im Mai habe man aus dem Gutachten lediglich zitiert, die Landwirtschaftskammer würde die Osttrasse als flächensparendste Trassen-Variante favorisieren. Das Hauptergebnis des Kammer-Gutachtens, nämlich die Favorisierung der Null-Variante, habe man verschwiegen. Frau Niemann bedankte sich bei den Kammer-Gutachtern für den Mut, sich aus Sicht der Landwirtschaft gegen die A 39 auszusprechen. Sie verwies darauf, dass viele Bäuerinnen und Bauern bereits in den Bürgerinitiativen und im Schutz- und Klagefonds gegen die A 39 aktiv seien.


Verantwortlich und Ansprechpartner als
Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Eckehard Niemann
Varendorfer Str. 24
29553 Bienenbüttel

Mittwoch, 22. Juni 2005

A 39-Gegner wollen Bundestags-Kandidaten befragen

Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 hat an die Mitglieder und Gremien aller Parteien appelliert, bei der Diskussion über die Aufstellung ihrer Kandidaten für die Bundestags-Neuwahlen auch deren Positionierung in der Verkehrs- und Regionalpolitik zu thematisieren. „Als faire Alternative zur A 39-Planung erwartet ein Großteil der Wählerinnen und Wähler zumindest die gleichberechtigte Untersuchung und Planung des Ausbaus vorhandener Verkehrswege“, so Dachverbandssprecher Friedhelm Feldhaus, „derzeit werden der eher aussichtslosen A39-Forderung die viel erfolgversprechenderen Pläne zum Ausbau der B 4 mit Ortsumgehungen geopfert.“

Annette Niemann, Sprecherin des Dachverbands, fügt hinzu: „Die schlichte Forderung vieler Politiker nach der A 39 lenkt ab von dem, was unsere Region tatsächlich braucht – nämlich eine umfassende Regionalentwicklung mit wirklich gezielten Investitionen in unsere Standort-Stärken, in Bildung, Forschung, Ansiedlung, Vernetzung, Wertschöpfungs-Ketten und Entwicklung weicher Standortfaktoren.“ Sie bedankte sich bei jenen Untergliederungen und Vertretern aller Parteien, die schon jetzt deutlich gegen diese unnötige und schädliche Autobahn eintreten würden. Bei den kommenden Landtags- und Kommunalwahlen werde es für viele Kandidaten zum Wahl-Risiko werden, für die mit Milliardenschulden finanzierte A 39 einzutreten. Die Bürgerinitiativen wollen auch weiterhin bei ihrer konsequenten Partei-Unabhängigkeit bleiben. Man werde die Bundestags-Kandidaten allerdings gezielt befragen und  deren Antworten öffentlich dokumentieren.

Verantwortlich und Ansprechpartner als
Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Eckehard Niemann
Varendorfer Str. 24
29553 Bienenbüttel